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Unser Projekt: Klimaschutz


Im Oktober 2007 führte die Grundschule Westerholt ein Projekt zum Klimaschutz durch. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit der Partnerschule Ceru/Limoeiro in Brasilien geplant und wird dort im Sommer 2008 realisiert.

Die Grundschule Westerholt nimmt den Erziehungsauftrag "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" sehr ernst und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in verschiedenen Themenbereichen, um den Schülerinnen ein wichtiges Umweltrüstzeug für die Zukunft zu vermitteln. Neben der Umgestaltung des Schulhofgeländes nach ökologischen Kriterien, dem Bau eines Klassenzimmers im Grünen und dem Anlegen eines Feuchtbiotops, kamen im Laufe der Jahre noch viele kleinere Projekte hinzu.
Der Schulträger der Grundschule, die Samtgemeinde Holtriem, konnte auf Anraten des Kollegiums davon überzeugt werden, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule zu installieren. Sie hilft, regenerative Energie zu erzeugen und CO⊃2;; einzusparen. Für die Schüler ist das im Rahmen einer Unterrichtseinheit "Strom" ein sichtbarer Beweis für eine nachhaltige Entwicklung. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule befindet sich außerdem einer der größten Windparks Europas.

Im Bereich "Globales Lernen"- "Interkulturelle Bildung" besteht seit dem Jahre 2000 eine Schulpartnerschaft zu einer staatlichen Schule im Nordosten Brasiliens. Beide Schulen profitieren in sehr unterschiedlicher Weise von den Einsichten und Erkenntnissen aus der Lebenswelt des jeweiligen Partners. In besonderer Weise lernen aber die Schülerinnen und Lehrer die unterschiedlichen Lebensbedingungen und die politischen und sozialen Verhältnisse ihrer Freunde aus einem anderen Land, aus einem anderen Kontinent, aus einem anderen Kulturkreis kennen. Videos, Bilder, usw. tragen dazu bei.

Im Jahre 2004 besuchte eine brasilianische Delegation, bestehend aus 4 Lehrern und 6 Schülern die Grundschule Westerholt, und im Jahre 2005 fand der Gegenbesuch von 10 Westerholter Lehrern in Brasilien statt. Beide Begegnungen führten zu einer noch intensiveren Beziehung beider Schulen, Freundschaften entstanden. Beim Besuch der Westerholter Delegation in Brasilien wurde der Schwerpunkt des Besuchs auf "Bildung für nachhaltige Entwicklung" gelegt. Kleinere Projekte zur Umwelterziehung konnten angeschoben werden. Genaau wie in Westerholt wurde auch in Limoeiro ein Baum der Freundschaft gepflanzt, der in besonderer Weise unsere Freundschaft symbolisiert.

Mittlerweile gibt es an der Partnerschule eine Umweltgruppe von Schülern und Lehrern, die Ideen zum Thema "Nachhaltigkeit" umzusetzen versuchen. Dadurch erhält unsere Partnerschule eine wichtige Multiplikatorenfunktion im Umweltbereich, ähnlich der der Grundschule Westerholt, die als Kernschule des BLK Programms - Transfer 21 - arbeitet.

Angeregt durch die in den letzten Monaten weltweit geführten Diskussionen zum Thema Klimaschutz entschlossen sich beide Schulen, ein gemeinsames Projekt mit allen Schülern beider Schulen zu diesem Thema durchzuführen. Wir wollten nicht nur die Klimaproblematik beklagen, sondern gemeinsam mit den Schülerinnen ein deutliches Zeichen setzen, dass jeder Mensch, egal wo er lebt, durch die Veränderung seines Denkens und Handelns einen aktiven Beitrag leisten kann, das Klima zu retten.

Nach Verhandlungen mit der Gemeinde Westerholt stellte diese der Grundschule eine Fläche von ca. 1 ha (2 Standorte) zum Bepflanzen zur Verfügung.In Zusammenarbeit mit der "Unteren Naturschutzbehörde" und einem Vertreter des Naturschutzbundes wurde ein Pflanzplan erstellt. Über 30 verschiedene einheimische Bäume, Sträucher und Vogelschutzgehölze wurden ausgewählt. Es sollte ein Wald entstehen, der das regionale Klima positiv beeinflusst, der Flora und Fauna nachhaltig verbessert und der dazu beiträgt, eine Menge CO⊃2; zu binden.

Auch die Partnerschule in Brasilien begann zu dem Zeitpunkt, die gemeinsame Idee umzusetzen und erste Schritte dafür einzuleiten. Beide Gemeinden waren ursprünglich sehr waldreich , in beiden Kommunen gibt es nur noch Restbestände davon. In Brasilien ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung, weil in dem Gebiet, in dem unserer Partnerschule liegt, sich ursprünglich tropischer Küstenregenwald ausbreitete und in den letzten Jahrhunderten dem Zuckerrohranbau weichen musste.

Die Gemeinde Limoeiro in Brasilien ließ sich von der Idee überzeugen und stellte der schulischen Planungsgruppe ein Gebiet von 3 ha zur Verfügung. Zur Zeit nimmt das Projekt auch dort konkrete Formen an. Es sollen mehrere städtische Schulen mit eingebunden werden. Zum Pflanzbeginn Mitte Juli ist die Grundschule Westerholt eingeladen.

In Westerholt erfolgte die Umsetzung des Projektes im Oktober 2007. Im Rahmen einer Projektwoche "Wald" erfolgte eine große Pflanzaktion mit allen Schülerinnen und Schülern, deren Lehrern und vielen Eltern. Die örtliche Feuerwehr begleitete alle Beteiligten zum Pflanzort. Hier waren am Nachmittag vorher alle 1400 Pflanzen an ihren jeweiligen Standort von fleißigen Helfern ausgelegt worden, so dass die Kinder sie nur noch einzugraben brauchten. Das fachmännische Pflanzen von Bäumen war an den Tagen zuvor unter Anleitung der Schüler der Umwelt AG geübt worden. Auch einige Vertreter der Poluitik und des öffentlichen Lebens nahmen an dem Projekt teil.

Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang, dass die Förderschule Esens, Abtlg Westerholt, an dem Projekt beteiligt war. Der Standort Willmsfeld der GS Westerholt führte eine Woche später das Projekt auf einer Fläche in der Nähe der Schule durch. Hier wurden ca. 480 Bäume und Sträucher gepflanzt.
Finanziert wurde das Projekt von der Gemeinde Westerholt, den Eltern der Schülerinnen und Schüler, der Bingo-Lotto-Stiftung und von Sponsorengeldern der Holtriemer Unternehmer.

Diese einheimischen Vogelschutzgehölze wurden in enger Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und nach Beratung mit einem Fachmann des Naturschutzbundes Deutschland auf die Flächen gepflanzt:






Im Oktober 2007 war es dann soweit: Zusammen mit dem Bürgermeister aus Limoeiro, seiner Frau und den Kollegen der Partnerschule wurde das geplante Projekt in die Praxis umgesetzt.



Eine Woche später fand die gleiche Aktion in Willmsfeld statt. Alle Schülerinnen gingen gemeinsam mit Unterstützung der Eltern und des Ortsbürgermeisters Eilert Eilers, der die Aktion erst möglich gemacht hatte, zum Dorfgemeinschaftshaus, wo die verschiedenen Baumarten schon ausgelegt waren.
Damit die Kinder eine persönliche Beziehung zu dem Klimaschutzprojekt entwickeln konnten, gab es für sie die Möglichkeit, eine Baumpartnerschaft einzugehen. Sie konnten Bäume für 1,50 € erwerben und bekamen dafür eine Baumurkunde.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt von Bingo-Lotto mit 4500,00 € . Auch hiesige Unternehmer spendeten großzügig.




Die Kolleginnen und Kollegen unserer Partnerschule sowie der Bürgermeister und seine Frau waren begeistert von der Aktion und möchten auch eine Pflanzaktion dieser Größe mit ihren Schülerinnen durchführen. Dafür hat die Stadt Limoeiro bereits ein großes Grundstück zur Verfügung gestellt. Natürlich erwarten sie nun, dass wir uns auf den Weg machen, um dieses Projekt vor Ort zu begleiten.